Immobilie ohne Makler und provisionsfrei kaufen

Menschen können auf zwei Weisen eine Immobilie ohne Makler und provisionsfrei kaufen. Der häufigste Weg zum provisionsfreien Immobilienerwerb bietet der direkte Kauf vom bisherigen Besitzer, bei welchem es sich häufig um eine Privatperson handelt. Neben Privatpersonen verkaufen aber auch Wohnungsbaugesellschaften ihre zu privatisierenden Wohnungen häufig direkt, ohne dass sie einen Makler mit der Abwicklung der Kaufverträge beauftragen. Eine weitere Möglichkeit zum Immobilienerwerb ohne Makler besteht im direkten Kauf beim Bauträger. Wer eine Immobilie ohne Makler und provisionsfrei kaufen kann, spart Geld. Die Maklergebühr beläuft sich für einen Immobilienkauf auf meistens drei bis vier Prozent des Kaufpreises, wobei regionale Unterschiede bestehen. Dieses Geld lässt sich durch den Immobilienkauf von einer Privatperson, einer Wohnungsgesellschaft oder einem Bauträger sparen. Wer eine gebrauchte Immobilie zu eigenen Wohnzwecken kaufen möchte, muss sicher sein, dass diese zum gewünschten Einzugstermin tatsächlich frei ist. Das kann als sicher angesehen werden, wenn die Wohnung beziehungsweise das zu kaufende Haus bereits beim Besichtigungstermin nicht mehr bewohnt wird.


Bei vermieteten Immobilien dient lediglich ein Aufhebungsvertrag als sicherer Nachweis für die tatsächliche Beendigung des Mietvertrages. Die Vorlage einer Kündigung reicht nicht aus, da der derzeitige Mieter dieser möglicherweise widersprochen hat. Falls das Gericht seinem Widerspruch zustimmt, gelten die Vereinbarungen des bestehenden Mietvertrages für den neuen Eigentümer, so dass dieser erneut unter der Wahrung der bestehenden Frist kündigen muss, damit er einziehen kann. Die Unwirksamkeit einer Kündigung durch den bisherigen Vermieter beruht nicht selten auf schlichten Formfehlern, so dass die neue Kündigung wegen des Eigenbedarfs des Käufers zwar Erfolg hat, aber den gewünschten Einzugstermin unmöglich macht. Wer eine Immobilie provisionsfrei und ohne Makler kauft, muss sich selbst ein fundiertes Bild vom Zustand des angebotenen Hauses oder der zu kaufenden Wohnung machen. Hierzu ist die Beauftragung eines Bausachverständigen erforderlich, da Immobilienkäufer versteckte Baumängel kaum erkennen können. Bei einem Hauserwerb über den Makler hat idealerweise dieser eine Untersuchung der Bausubstanz in Auftrag gegeben, so dass er deren Ergebnis Kaufinteressenten vorlegen kann.

Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts war der Kauf einer Immobilie ohne Makler in einer anderen Stadt als dem aktuellen Wohnsitz kaum möglich, da sich der örtliche Wohnungsmarkt von außerhalb wohnenden Kaufinteressenten kaum beobachten ließ. Das hat sich infolge des regen Immobilienangebotes im Internet geändert. Auf einschlägigen Webseiten finden sich ausführlich beschriebene Wohnungen und Häuser mit aussagekräftigen Abbildungen, so dass jeder eine Vorauswahl für einen Kauf infrage kommender Gebäude treffen kann. Vor dem Unterschreiben des Kaufvertrages für eine Wohnung oder ein Haus ist selbstverständlich eine Besichtigung des Objektes erforderlich. Diese stellt gegenüber der Kaufabwicklung mithilfe eines Maklers jedoch keinen zusätzlichen Aufwand dar, da auch bei der Unterstützung durch diesen ein Kaufvertrag nicht ohne die vorhergehende Objektbesichtigung erfolgt. Schließlich möchte kein Immobilienerwerber ein Haus oder eine Wohnung kaufen, welche er sich nicht selbst angesehen hat.